Nous sommes ce que nous semons
Nous sommes
ce que nous semons

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Die Menschen in Stadt und Land
lehnen genManipulation und GENETISCHE ERFASSUNG DER LEBEWESEN ab.
Sie vertreten 

die Rechte der Bauern und GÄrtner, ihr Saatgut und ihre Tiere zu erhalten, zu nutzen, zu züchten, zu tauschen und zu verkaufen.

In Paris wird am 28. Oktober 2008 ein internationaler Gen-Gipfel stattfinden. Im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft soll dort der Beitrag gentechnischer Innovation für die Biodiversität und die nachhaltige Entwicklung aufgezeigt und Leitlinien zur Bewertung von Gesundheits- bzw. Umweltrisiken von GVO erarbeitet werden. 


Auf dem Programm: GVO bei Tisch ?

Verbirgt sich nicht hinter dieser begrüßenswerten verstärkten Überwachung der gentechnisch veränderten Kulturen die Absicht der EU-Kommission, GVO-Importe zu beschleunigen sowie das Einspruchsrecht der Mitgliedstaaten abzuschaffen... und vielleicht auch die Absicht der Industrie, sich die biologische Vielfalt zu Lasten der Rechte von BäuerInnen und Völkern anzueignen? 


Terminator-Saatgut zum zweiten

Unter dem Vorwand der Biosicherheit (=Vermeidung von Umwelt-Kontaminationen) entwickelt das von der EU finanzierte Transcontainer-Forschungsprogramm neue versteckte GVO mit „Selbstmord“-Genen, die aus der Pflanze verschwinden, bevor sie an den Verbraucher verkauft wird, oder "Zombies" Pflanzen, die unfruchtbar sind, wenn sie nicht mit patentierten Chemikalien behandelt werden. 


und versteckte GVO…

Während das Sortenpatent verpflichtet, Informationen über die verwendeten Zuchtmethoden zu veröffentlichen, ermöglicht das Sortenschutzzertifikat COV andere gentechnische Verfahren als die Transgenese geheim zu halten. So werden den VerbraucherInnen gegen ihren Willen manipulierte Pflanzen verkauft, die ebenso risikoreich wie GVO sind (z. B. durch Radioaktivität erzeugte Mutationen, Zellfusion verschiedener Arten, Nanopartikel ...). 


Nicht zu vergessen VERUNREINIGTES SAATGUT !

Die Saatgutindustrie übt vielfachen Druck aus, um einen Schwellenwert für die Kontamination von Saatgut durchzusetzen. Doch bei massivem GVO-Anbau nehmen die Verunreinigungen automatisch im Laufe jeder Anbausaison zu. Selbst die Akzeptierung der geringsten Saatgut-Verunreinigung bedeutet die endgültige Hinnahme einer kontinuierlich und unumkehrbar ansteigenden Kontamination unserer Felder und unserer Lebensmittel. 


Am Ende: legalisierte Biopiraterie ...

Das Sortenschutzzertifikat erlaubt, den Ursprung der damit belegten Pflanzen geheim zu halten. So können sich industrielle „Biopiraten“ bäuerliche Sorten aneignen, die nicht im Sortenkatalog zugelassen sind, indem sie ein beliebiges Saatgut von Feldern mit einem Sortenschutzzertifkat belegen und sich so ein gemeinschaftliches Gut aneignen. Traditionelles Wissen über die Heilwirkung und den Nährwert von Wildpflanzen wurde bereits durch Patente auf Gene und deren Funktionen „biopiratiert“. 


... durch ERFASSUNG GENETISCHER DATEN ALLER LEBEWESEN!

Während die Versprechungen der Gen-Therapie nicht gehalten wurden, ist der wesentliche Beitrag der Eingriff in die menschlichen Gene die allgemeine Erfassung genetischer Daten, welche die Kontrolle der Bevölkerung durch die Obrigkeiten verstärkt. Bezüglich der biologischen Vielfalt sind GVO ein offensichtlicher landwirtschaftlicher Misserfolg. Agrarforschung patent. Aber durch die Einführung molekularer Marker bietet die Genetik DAS Instrument, welches der Industrie noch fehlte, um die Erfassung genetischer Daten von Pflanzen und Tieren zu vereinheitlichen und somit geschützte oder patentierte Sorten bis auf Felder und Höfe verfolgen zu können: Sie markiert ihr Eigentum, um damit die kollektiven Rechte von BäuerInnen auf ihr eigenes Saatgut und die Tiere, die auf ihren Höfen geboren wurden, auszuhebeln

Wir rufen die Menschen in Stadt und Land auf,
sich am 27. Oktober in Paris zu VERsammeln,
und am 28. Oktober beim Gen-Gipfel

Nein zu sagen:

- zum Transcontainer6Programm,
- zur Verunreinigung von Saatgut,
- zur Erfassung genetischer Daten von Menschen, Tieren und Pflanzen,
- zur Legalisierung von Biopiraterie, versteckten GVO und der Privatisierung der per Sortenschutz genetisch erfassten Pflanzen,
- zu Patenten und allen privaten geistigen Eigentumsrechten auf Lebewesen.

Wir rufen auf, die NACHFOLGENDEN kollektiven Rechte der Bauern, GÄrtner und Gemeinschaften zu verteidigen :

- Das Recht, auf dem Hof vermehrtes Saatgut zu bewahren, wieder auszusäen, zu tauschen und zu verkaufen.
- Das Recht Hofsorten gegen Biopiraterie und Kontamination durch patentierte Gene zu schützen.
- Das Recht, ihr traditionelles Wissen vor Biopiraterie zu schützen. 
 Wir rufen ZUR FOLGENDEN GEMEINSAMEN ERKLÄRUNG auf :

- Saatgut und Tiere sind ein unveräußerliches Gemeingut der bäuerlichen Gemeinschaften, die sie gezüchtet, angebaut oder aufgezogen haben.
- Das traditionelle Wissen der Bevölkerung ist ein unveräußerliches Gut, das sie erarbeitet, bewahrt und weitergegeben hat.

Wir sind, was wir säen, 
freiwillige Säer und Säerinnen der biologischen Vielfalt 
Wir rufen in Frankreich, in Europa und der ganzen Welt zur Unterstützung und Organisation von Erhaltung, Aussaat, Austausch, Verbreitung und Schutz des durch geistige Eigentumsrechte bedrohten bäuerlichen Saatgutes vor Biopiraterie und gentechnischer Kontamination auf, desgleichen zum Schutz der Tiervielfalt und des traditionellen Wissens.

UnterzeichnerInnen : Réseau Semences Paysannes, Confédération Paysanne, Amis de la Terre, Faucheurs volontaires, Nature & Progrès, Fondation Sciences Citoyennes

Dieser Text ist ein erster Aufruf, um eine Mobilisierung einzuleiten. Es kann sich zu einem endgültigen Aufruf zu den verschiedenen Aktionen entwickeln, und dann zu einer Erklärung für die Behörden und die Öffentlichkeit.
Kontakt für Einzelpersonen und Organisationen aus Frankreich und allen Ländern, die diesen Aufruf unterzeichnen möchten und / oder sich an diesem Event und seiner Vorbereitung beteiligen möchten : 06 66 67 53 84 und contact@semonslabiodiversite.org


Einzelpersonen : 2551 Unterschrift

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Name
RIOUX
Mathias GROSSIORD
Mark Trealout
FREMONT bruno
Sylvain Gohé
Gilles Eric Séralini
Yveline Nicolas
Robert Lion
Hélène Gassie
Simone Dalex
Alain Ciesansky
Patrick Bastien
Marie Christine Blandin
Sébastien Leduc
Jean Marc Desfilhes
Samantha Breitembruch
Marcel Launay
Giordano Onorati
Mamadou Lamine Coulibaly
Olivier Keller
Jean-Marie Defrance
Javier M. Claparols
Beth Burrows
Franciska Soler
Vincent Perrot
Jacques Testart
Helen Holder
François Mativet
François Warlop
Vanaja Ramprasad
Arnaud Apoteker
Roland Mérieux
Philippe Desbrosses
Christophe Zreik
Eric Marchand
Jean-Michel Florin
Guy Kastler
Maladho Diallo
JuanMa González
María Carrascosa

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